Zeit des Umbruchs

Zeit des Umbruchs - Pastoralverbund stellt sich neuen Herausforderungen Von Stefanie Reinelt Zu wenige Priester, Kirchenaustritte und der demografische Wandel – die katholische Kirche muss sich neuen Herausforderungen stellen. Der erste Schritt war der Zusammenschluss der Pastoralverbünde Bigge und Olsberg-Freier Grund im Dezember 2011. Doch wie geht es jetzt weiter? Der Leiter des Pastoralverbundes Bigge-Olsberg, Richard Steilmann, stellte den aktuellen Stand und weitere Entwicklungen des pastoralen Raumes der Gruppe „Ü-60“ der Kolpingsfamilie Olsberg vor. Unsicherheit herrschte bei den rund 40 Interessierten, die ins Pfarrheim St. Nikolaus gekommen waren, um Hintergründe der Kirchenarbeit zu erfahren. Ausfallende Gottesdienste etwa oder der Personalmangel bereiten den Gemeindemitgliedern Sorgen. „Zeiten des Umbruchs sind immer schwierig“, so Richard Steilmann. „Die Kirche hat schon viele Veränderungen miterlebt, aber auch überlebt.“ 2004 hatte das Erzbistum Paderborn beschlossen, pastorale Räume zusammenzulegen. Der Pastoralverbund Bigge-Olsberg ist der erste im Dekanat Hochsauerland-Ost. Zurzeit gibt es 88 bis 89 Pastoralverbünde in der Diözese. In den kommenden 20 Jahren werden diese sich weiter zusammenschließen. Steilmann: „Der pastorale Raum Bigge-Olsberg wird auf langer Sicht mit Brilon kooperieren. Davon können wir ausgehen.“ Der demografische Wandel betrifft nicht nur die Kirche. „Viele Vereine und sogar Schulen schließen sich zusammen, da es weniger Nachwuchs gibt. Deshalb muss die Kirche auch reagieren“, erklärt Pfarrer Richard Steilmann. „Aber wir sollten die Veränderungen auch als Chance sehen, dass Laien mehr Mitspracherecht bekommen und in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden.“ Dass heilige Messen ausfallen, sei nicht gewollt. Aber bei personeller Not oder Krankheit des Priesters müssen Lösungen gefunden werden. Eine Möglichkeit sei es, dass das Ehrenamt mehr in den Fokus rücke. Zurzeit werden bereits 25 Wortgottesdienstleiter in Bruchhausen ausgebildet. Wenn kein Priester vorhanden ist, leiten Ehrenamtliche den Gottesdienst, allerdings ohne Kommunionsspendung. Ein weiterer Lehrgang ist für März geplant. Zudem sollen Ehrenamtliche für den Beerdigungsdienst in Paderborn ausgebildet werden. Dieser Lehrgang dauert ein Wochenende, danach erfolgt die offizielle Beauftragung durch den Erzbischof Hans-Josef Becker. Diese Maßnahmen sollen für Entlastung der personellen Situation sorgen. Neben dem Ehrenamt erhalten Orte wie das Pfarrheim, wo Menschen sich treffen sowie die karitative Arbeit mehr Bedeutung. In einer „Pastoralen Vereinbarung“ werden die Umstrukturierungen und Organisatorisches bis zum Sommer 2014 festgelegt und publiziert. Eine Steuerungsgruppe mit 12 Vertretern der Pfarrgemeinderäte beschäftigt sich mit dieser Vereinbarung, in der unter anderem der Ablauf der Kommunionvorbereitungen und Pläne für Gottesdienste beschrieben werden. Eine weitere Umstrukturierung betrifft die 12 Kirchengemeinden, die bis 2018 in drei Pfarreien Bigge (Helmeringhausen, Gevelinghausen, Antfeld, Elpe), Olsberg (Elleringhausen, Bruchhausen) und einen Zusammenschluss aus Assinghausen, Wulmeringhausen, Wiemeringhausen und Brunskappel vereint werden. „Wichtig ist, dass Christen wieder zu ihrem Glauben stehen. Dann können wir auch die neuen Herausforderungen bewältigen“, so Richard Steilmann. Die Kolpingsfamilie Olsberg lädt zum Glaubensgespräch für Dienstag, 6. Mai, von 10 bis 17.30 Uhr, ins Bonifatiushaus in Elkeringhausen ein

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